Forschungsgruppe Altern und Lebenslauf (FALL)
Forschung:
Early exit
Gefördert vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB)
Diese Fragen wurden auf der Basis eines Vergleichs von Erwerbsquoten und Fallstudien in sieben Ländern untersucht (Niederlande, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, USA, Schweden und Ungarn). Es wurde gezeigt, daß von den Akteuren (Unternehmen, Gewerkschaften und Regierungen) unter dem Druck der Arbeitsmarktprobleme institutionelle Pfade des frühen Übergangs in den Ruhestand - sei es durch neue Nutzung von bestehenden oder Schaffung von neuen politischen Rahmenbedingungen - geschaffen wurden. Dieser Trend ist - bei Unterschieden im Ausmaß der beruflichen Frühausgliederung - in allen untersuchten Ländern feststellbar. Trotz der beträchtlichen Variation der Systeme der sozialen Sicherung haben die allgemeinen Arbeitsmarktprobleme in allen Ländern also zu funktionell äquivalenten Lösungen geführt.
Jacobs, Klaus & Martin Kohli (1990): Der Trend zum frühen Ruhestand: Die Entwicklung der Erwerbsbeteiligung der Älteren im internationalen Vergleich. In: WSI-Mitteilungen, 43, 498-509.
Kohli, Martin (1992): Labor market perspectives and activity patterns of the elderly in an ageing society. In: van den Heuvel, W. et al. (Eds.): Opportunities and challenges in an ageing society. Amsterdam: North-Holland, 90-105.
Kohli, Martin (1994): Work and retirement: A comparative perspective. In: M.W. Riley, R.L. Kahn & A. Foner (Eds.): Age and structural lag: Changes in work, family, retirement, and other structures. New York: Wiley, 80-106.
Zu weiteren Veröffentlichungen vgl. die Literaturübersicht der Forschungsgruppe.